Chronik des Vereins

(Stand 2005)

  Der heutige Athleten-Club wurde eigentlich 1903 als Ring- und Stemmclub 1903 gegründet, aber nachdem zu Beginn des 1. Weltkrieges sämtliche Aktiven Sportler zum Wehr- und Kriegsdienst eingezogen wurden, löste er sich 1914 wieder auf.

   Nach 9-jähriger Unterbrechung gründete eine Gruppe echt sportbegeisterter Männer im Jahre 1923 den heutigen Athleten-Club 1923 Altrip. In der Zeit des Nazi-Regimes wurde der Verein verboten und erneut aufgelöst.

  Nach Ende des 2. Weltkrieges fand am 26.11.1949 die Wiedergründungsversammlung statt, bei der Hauck Adam 1.Vorsitzender und Zech Josef zum 2. Vorsitzenden gewählt wurde.
   Das Gasthaus „zum Himmelreich“ diente lange Jahre als Vereinslokal, Trainings- und Wettkampfstätte. In dieser Zeit wurde im Verein noch gestemmt und gerungen. Jugendheber waren 1951 Kotter Werner, Rief Heinz und Rutsch Hermann. Es wurden regelmäßig Kameradschaftsabende abgehalten.

  Ab 1957 wurde der Verein von Kirsch Theo als 1.Vorsitzenden geführt und das Traineramt wurde durch Heid Bernhard, von dem später noch berichtet wird, übernommen. Ein gewisser Schneider Johann war technischer Leiter, vielen ist er besser als „Jean“ bekannt. Im Jahr 1958 wurde der Verein ins Register eingetragen und bekam den Zusatz e.V.. Der Verein zählte 1960 cirka 100 Mitglieder und startete mit einer Mannschaft in der Verbandsrunde Oberliga Pfalz.

  Von Bernhard Heid wurde erstmals Jugend- Trainingsstunden eingeführt und der Verein hatte cirka 10 Jugendheber. Zwischenzeitlich wurde das Training der aktiven Heber vom „Himmelreich“ in einen Kellerraum des Turn- und Sportvereins Altrip verlegt.

  Endlich 1970 bekam der AC Altrip von der Gemeinde ein Gelände von ca. 600m² zum Neubau einer eigenen Sportstätte zugewiesen. Umgehend wurde mit der Planung begonnen und zum 50-jährigen Jubiläum konnte am 29.09.1973 endlich Richtfest der Mehrzweckhalle gefeiert werden. Da der Neubau und anschließende Innenausbau von einer Handvoll Mitglieder in Eigenleistung erstellt wurde war die Einweihung der vereinseigenen Halle erst im Jahr 1976 möglich.   Nun da die Heber optimale Trainingsmöglichkeiten hatten ging es sportlich rasant bergauf und die Mannschaft stieg in die damalige Regionalliga auf.
  Von 1970 bis 1979 führte der AC Altrip jährlich das internationale Jugendmehrkampfturnier durch, das von über 100 Hebern aus der BRD, Großbritannien und Frankreich besucht wurde. Dreimal konnte die Jugend-Mannschaft unter Bernhard Heid dieseshochklassigeTurnier gewinnen und mit Axel Volkmer und Harry Linder den Einzel-Gesamtsieger stellen.   Inzwischen hatten sich durch die eigene Sportstätte verschiedene Trainingsgruppen wie Tischtennis, Gymnastik, Freizeit- und Breitensport gebildet, welche dem Verein erneut Mitgliederzuwachs bescherte, und das Vereinsleben abwechslungsreicher gestaltete.

  Durch den Einbau einer Sauna, die ursprünglich den Gewicht- hebern „ zum Gewichtmachen “ gedacht war, aber dann von jedem Mitglied gegen einen Unkostenbeitrag benutzt werden konnte, bildeten sich verschiedene Gruppen die regelmäßig saunieren.

  Dann 1980 endlich schaffte die Heber-Mannschaft ohne Fremdeinkäufe den Aufstieg in die oberste Leistungsklasse, die 1. Bundesliga und schlug sich wacker im Mittelfeld, bis Sie 1987 wieder in die 2. Bundesliga abstieg wo, Sie heute noch startet.   Der Verein konnte unter Anleitung von Bernhard Heid über Jahre deutsche Einzelmeister hervorbringen, was uns den Namen Talent-Schmiede einbrachte. Bernhard Steinbach, Kurt und Günther Herok, Hartmut und Erhard Scheuermann, Axel Volkmer, Peter Borne, Michael Keller, Marco Schardt und Oliver Gebhardt um nur einige der Sieger zu nennen.   Die erste Hebermannschaft brachte es in Ihrem besten Bundesligakampf auf den Vereinsrekord von 702 Kilopunkte, und dürfte sich für die Ewigkeit ein Denkmal gesetzt haben.

   Um den Gewichthebern, vorwiegend der Jugend, noch bessere Trainingsmöglichkeiten zu bieten, wurde im Jahre 1987 ein Anbau an die AC Halle gefügt. Der Mitgliederbestand war zwischenzeitlich auf 400 Personen angewachsen und es mußte ein Hallenbelegungs- plan aufgestellt werden um eine optimale Auslastung der vereinseigenen Sporthalle zu gewährleisten.   Geführt wurde der Verein in dieser Zeit durch Richard Kollmannsperger und Werner Kotter die beide mehrere Jahre das Amt des 1.Vorsitzenden innehatten.    Durch die räumlichen Gegebenheiten war der Verein auch in der Lage mehrere größere Einzelmeisterschaften durchzuführen, unter anderem 1987 die deutsche Senioren-Meisterschaft, eine Mammutveranstaltung mit 170 Teilnehmern über 3 Tage.   Durch die Öffnung zum Breitensport stieg die Mitgliederzahl bis zum Jahr 1991 auf ca. 450 Personen, was den AC zum drittgrößten Gewichtheberverein im Pfalzverband machte.

  Die inzwischen zweitklassige Bundesliga-Hebermannschaft nach Axel Volkmer nun mit Hartmut Scheuermann wieder einen mit-hebenden Trainer. Die Mannschaft besteht aus: Scheuermann, Drobny, Fassott, Müller, Rief, Linder und Schardt. Sie bringt ca. 600 Kilopunkte zu Papier und bewegt sich im Mittelfeld der 2. Bundesliga.    Leider verlor der AC Altrip 1991 mit Bernhard Heid nach schwerer Krankheit einen tatkräftigen Mann.   Mit Axel Volkmer übernahm ein dynamischer junger Mann von 34 Jahren den 1. Vorsitz. Der Generationswechsel vollzog sich durch die gesamte Vorstandschaft und neue Ideen brachten frischen Wind in den Verein.    Durch eine Ausstattung des Kraftraumes mit modernen Kraftmaschinen verpasste man nicht den Anschluß an die Trendwende im Breitensport.

  Seit 1992 führt der AC Altrip zum Gedenken das Bernhard-Heid-Gedächtnisturnier, das inzwischen zu einer festen Größe im Wettkampfkalender des BVDG geworden ist, für die Jugend durch.   Im Jahre 1994 entwickelte sich unter Anleitung von Dirk Pfister eine kleine Boxtrainingsgruppe von 10 Sportlern und der Verein beantragte beim südwestdeutschen Boxverband die Mitgliedschaft. Nachdem die Boxgruppe immer größer wurde, baute der Verein auf Antrag einen variablen Trainings-Boxring in die große Halle ein und stattete die inzwischen auf 140 Sportler gewachsene Abteilung mit Trainingsgeräten aus.
  Im Bereich des Freizeitsportes wurde von Sabine Schreiner ein Rückenschule-Kurs ins Leben gerufen der inzwischen ebenfalls einen festen Platz im Verein hat.
  Durch Initiative einiger Frauen bildete sich eine Bauchtanzgruppe die ebenfalls ihr Hobby beim AC Altrip ausüben kann.

  1996 begann die systematische Sanierung in Eigenleistung, da sich an der inzwischen 23 Jahre alten Sportstätte Altersschäden zeigten. Raum für Raum wurde mit der Sanierung begonnen und mit der Holzverkleidung, dem Neuanstrich der großen Halle sowie die Ausrüstung einer modernen Beleuchtungs- und HiFi-Anlage die von den Übungsleitern auch zu Trainingszwecken genutzt wird fand diese Maßnahme nun erst mal ihren Abschluß.
   Nachdem auf Anregung von Übungsleiterin Sabine Schreiner ein Step-Aerobic Kurs angeboten wurde stieß der Verein aufgrund der angeschafften Steppbretter auf Lagerprobleme der Sportgeräte. Durch Beziehungen von Patrick Fassott, der inzwischen zum 2. Vorsitzenden avancierte, konnte ein Stahlcontainer günstig gekauft und hinter der Sporthalle aufgestellt werden, in den Trainingsgeräte gelagert werden konnten. Mittlerweile ist die Größe der Stepp-Aerobicabteilung ebenfalls auf ca. 100 Personen angewachsen und die Vereinsgröße hat sich in 2005 auf ca. 710 Mitglieder eingependelt.
   Durch die längst fällige Einstufung von aktiven und passiven Sportlern, der damit verbundener Beitragsangleichung und Einführung von Mitgliedsausweisen ist der Verein auch in der Lage sein Finanzbudget und seine Mitgliederverwaltung zu kontrollieren, und die Gelder für die einzelnen Trainingsgruppen Mitgliederbezogen zu verteilen.

  Abschließend kann man sagen der AC Altrip bietet im Zeitalter des Bewegungsmangels und der Überernährung, die Möglichkeit seinen Körper fit zu halten, gemäß dem Gründungsgrundsatz:

Wer seinen Körper stählt, pflegt seine Seele.


  Der Verein hat mit seiner eigenen Sporthalle und mit seinen vielfältigen Trainingsmöglichkeiten eine Begegnungsstätte für jung und alt geschaffen. Weithin bleibt jedoch der Satzungstext unsere vorrangigste Aufgabe:

Die Ausübung des olympischen Zweikampfes im Gewichtheben.